Die folgende Liste zeigt eine Auswahl von im Büro für Bauphysik durchgeführten Projekten, die die Beantwortung von Spezialfragen zum Thema hatten und deren Problemstellung erwähnenswert ist.

Plusenergiehaus LISI, Irvine, CA [2011-2013]

LISI (Living Inspired by Sustainable Innovation) war der Beitrag des Teams Austria zum internationalen Universitäts-Wettbewerb Solar Decathlon 2013. Das Team Austria ist als Gewinner aus diesem Wettbewerb hervor gegangen.

Das Büro für Bauphysik hat neben der bauphysikalischen Begleitung vor allem die Klimaanalyse für den Wettbewerbsstandort Irvine in Kalifornien (USA) durchgeführt und halbsynthetische Klimadatensätze für Irvine erstellt.

Dachausbau OeKB, Wien I. [2009-2012]

Bauphysikalische Begleitung eines Dachausbaus in Passivhausqualität (Arch. Krischanitz) in der Wiener Innenstadt. Berechnung des sommer- lichen Raumverhaltens mittels periodisch ein- geschwungener Simulation (Programmpaket GEBA) für ausgewählte Räume.

Wärmetechnische Optimierung von Anschluss- und Fensterdetails mittels mehrdimensionaler Berechnungen (Programm AnTherm). Klärung von Detailfragen in Hinblick auf die Gewährleistung von Kondensatfreiheit in den Baukonstruktionen. Abschätzungen der Energiebilanz (Programmpaket EuroWAEBED). 

Kunsthistorisches Museum Wien - Kunstkammer [2011]

Entwicklung von Planungsempfehlungen für die Optimierung der Kastenfenster. Hier ging es in erster Linie um die Ausarbeitung eines Konzepts für eine wirkungsvolle Beschattung, die zum einen mit den Anforderungen des Denkmal- schutzes verträglich und zum anderen geeignet ist, die vorherrschende starke Überwärmungs- neigung zu beseitigen. Die  durchaus heikle Problemstellung wurde durch Anwendung des Programms STRADUR und durch Entwicklung von Spezialprogrammen gelöst.

Hotel in Thimphu, Bhutan [2007-2008]

Entwicklung bauphysikalischer Planungs- empfehlungen für ein neu geplantes Hotel in Thimphu, der Hauptstadt des Bhutan. Der Bogen reichte von der statistischen Aus- wertung der vorhandenen Klimadaten über die Definition von für den Standort sinnvollen Qualitätskriterien in Hinblick auf den Energiebedarf von Gebäuden bis hin zur Untersuchung von Bauteilanschlüssen mittels Wärmebrückenberechnungen und der Durchführung von Sommertauglichkeitsuntersuchungen.

Beispielhafte Arbeit in Hinblick auf Klima- und Nutzungsgerechtes Bauen. Kurzzusammenfassung

Notstromaggregate, U-Bahn Wien [2004]

Für die Gebäude der Notstromaggregate der Wiener U-Bahnlinien am Praterstern, dem Schottenring und dem Karlsplatz wurden Simulationsrechnungen zur Temperaturentwick- lung in den Bauteilen nach Anlaufen des Notstromaggregats durchgeführt. Die Aufgabenstellung erwies sich insofern als sehr anspruchsvoll als die sprunghaft ansteigende, sehr hohe Wärmeabgabe des Aggregats mit einem extrem hohen Luftdurchsatz aufgrund des Anspringens großer Ventilatoren zu berücksichtigen war. Die Ergebnisse der Untersuchungen bildeten die Grundlage für die Bemessung der Bewehrung der Stahlbeton-Bauteile. Thermische Simulation unter Zugriff auf die Programme GEBA und INTEMP.

Lehm-Passiv Bürohaus Tattendorf NÖ [2004]

Aufgabenstellung war eine Prognose des sommerlichen Gebäudeverhaltens des stroh- gedämmten Passivhauses (Arch. Reinberg). Mittels Simulationen unter Verwendung von Programmpaket GEBA zeigte sich, dass trotz der hochverglasten Südfassade  sich auch während sommerlicher Hitzeperioden keine Überwärmungsneigung einstellt. Die aus Massivlehm bestehende Mittelmauer des Gebäudes erwies sich aufgrund ihrer hohen Wärmespeicherfähigkeit für den hohen thermischen Komfort als ausschlaggebend.

Gutachten Hotel auf Sylt, [2000-2001]

Zweidimensionale, instationäre Simulation des Temperaturfelds innerhalb der obersten Decke des Hotels unter hochsommerlichen Beding- ungen. Verwendung der instationären Spezial- version des Wärmebrückenprogramms WAEBRU (periodisch eingeschwungener Zustand; Tages- periode). Vorwegberechnung der Randbeding- ungen mittels Gebäudesimulation unter Zugriff auf Programmpaket GEBA.

Das Ergebnis ist für Fachleute, die mit thermischen Simulationen befasst sind, durchaus von allgemeinem Interesse.  Details ... 

Schiestlhaus am Hochschwab [2001]

Die Planung des Schiestlhauses am Hochschwab war insofern eine besondere Herausforderung, als dieses als Passivhaus in hochalpinen Gelände zu entwickeln war. Neben der Unterstützung der Entwicklung einer Grundkonzeption im Rahmen eines StundentInnen-Wettbewerbs (Gewinnerin: Marie Rezak;  TU Wien) erwies sich vor allem die Erstellung von Klimadaten für den extremen Standort als besonders schwierige Aufgabe. Die im Büro für Bauphysik entwickelten halbsynthetischen Klimadatensätze und die Ansätze zur Nutzung des Gebäudes lieferten die Grundlage für weiterführende, planungsbegleitende thermische Gebäudesimulationen.

Bürogebäude der Fluglinie LOT in Warschau [2000]

Simulation der sommerlichen Temperaturen im Zwischenraum der Doppelfassade mittels Pro- grammpaket GEBA als Grundlage für eine nach- folgend am Institut für Strömungslehre und Wärmeübertragung der TU Wien durchgeführte Strömungssimulation (Programmpaket FIDAP).

Conrad Observatorium am Trafelberg [1995]

Die hochgenauen geomagnetischen und seismischen Messungen verlangen nach einer ganzjährig einzuhaltenden extrem hohen Temperaturkonstanz in den Messräumen. Auf- grund der Standortgegebenheiten kommt Kühlung nicht in Frage. Eine der Aufgaben war daher, eine Soll-Temperatur zu finden, die den Heizenergiebedarf gering hält und eine Temperaturüberschreitung im Sommer verlässlich ausschliesst. Die Tatsache, dass die Gebäude zum Großteil unterirdisch situiert sind, macht die Problemstellung sehr anspruchsvoll (dreidimensionale, instationäre Simulation). Entwicklung von Planungsempfehlungen unter Zugriff auf die Programme WAEBRU, GEBA und EuroWAEBED.